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Es perlt...

Exhibition  /  18 Jun 2010  -  31 Jul 2010
Published: 01.06.2010
Galerie Handwerk
Place
Max-Joseph-Straße 4
80333 -  München
GERMANY
Mail:
elke-helene.huegelE-mailhwk-muenchen.de
Phone:
089 595584
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Intro
The Galerie Handwerk in Munich opens an exhibition on pearls and beads.
(...) Schon früh wurde die Perle in verschiedenen Kulturkreisen im Schmuck verarbeitet und mit symbolischem Wert belegt. Sie war zudem Zeichen für Macht, Status und Reichtum. (...)
Die Perle ist durch ihre schimmernde Oberfläche, die Ebenmäßigkeit ihrer Rundung – oder gerade gegenteilig durch die bizarren Formen – und ihre geheimnisvolle Entstehung bestimmt. Ihre Schönheit, ihr Glanz und ihre weiße Farbigkeit ließen sie zum Attribut der Göttin Venus werden.

Schon früh wurde die Perle in verschiedenen Kulturkreisen im Schmuck verarbeitet und mit symbolischem Wert belegt. Sie war zudem Zeichen für Macht, Status und Reichtum. In jüngerer Vergangenheit wurde die Perle in der Perlenkette zum grossbürgerlichen Statussymbol und geriet darüber etwas ins Abseits. In den letzten Jahren lässt sich nun ein neues Interesse an der Perle erkennen: Am Beispiel der Perle wird nicht nur über die traditionellen Funktionen von Schmuck reflektiert, sondern es werden auch neue innovative Formen der Gestaltung mit der Perle erprobt.

Die Ausstellung der Galerie Handwerk München beschäftigt sich mit diesen ungewöhnlichen Formen der Gestaltung nicht nur im Medium des Schmucks, sondern auch in der Installation, dem Bild und dem Objekt. Im Vordergrund steht jedoch der Schmuck.Werke von 43 internationalen Künstlern werden präsentiert, um einen
Überblick über die verschiedenen Tendenzen bei diesem aktuellen Thema zu geben. Nach einer jahrelangen Vernachlässigung der Perle, gerade im Bereich des Autorenschmucks, fällt nun ein intensives Interesse dafür auf. Dieses wurde auch wieder in der Sonderschau ›Schmuck‹ auf der Internationalen Handwerksmesse 2010 in München deutlich. Nach einer langen Zeit, in der Minimalismus, eine gewisse architektonische Konstruktionsweise und Funktionalität bei der Gestaltung von Dingen bzw. eine stark persönlich und kritisch geprägte Auffassung beim Schmuck im Mittelpunkt standen, ist nun wieder eine neue Freude an der Pracht und dem Reichtum, ein Rückgriff auf Ornamente und eine Formensprache festzustellen, die dem Barock entlehnt ist. Vor diesem Hintergrund scheint dann auch die Beschäftigung mit der Perle, deren Gestaltung im Barock einen Höhepunkt erfuhr, keinesfalls erstaunlich.

Perlen aus verschiedenen Materialien und der Reichtum in ihrer Formgebung werden an Beispielen internationaler Schmuckkünstler vorgestellt. Es sind Arbeiten aus Australien, Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, den Niederlanden, Norwegen, aus Österreich, der Schweiz, der Tschechischen Republik und den USA vertreten.
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