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Affären - eine Werkübersicht von Gerd Rothmann

Exhibition  /  Schmuck - MJW 2016  /  25 Feb 2016  -  02 Apr 2016
Published: 08.02.2016
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Intro
The exhibiton displays work which ranges from 1968 until today. The pieces shown are important part of the artists own archive. "Affairs" the title of this exhibition originates from Rothmann himself, trying to express the nervous, sensual vibrating between a piece of jewellery and a person. Making jewellery is his work. Sensing the secret desires of a person and the need to experience oneself on another level is his material. The aesthatic demands of Rothmann come from the analysis of art and men. Both is inspired by each other and can not be disconnected. This  aspects are existential for him and his work.
 

Artist list

Gerd Rothmann
Der Goldschmied Gerd Rothmann lebt und arbeitet seit fast 50 Jahren in München. Hier wurde er nicht nur Zeitzeuge eines veränderten Schmuckbewusstseins, sondern er gestaltet über Jahrzehnte diesen Prozess bis zum heutigen Tag aktiv mit. Geboren in Frankfurt am Main im Jahr 1941 führte sein Weg nicht unmittelbar zum Schmuckmachen. Eine Lehre als Werkzeugmacher, später eine Ausbildung zum Gold- und Silberschmied an der Staatichen Zeichenakademie in Hanau konnten nicht das Feuer entfachen, das ihn heute noch voller Leidenschaft antreibt Schmuck zu gestalten.
Die Begegnung mit Hermann Jünger in den späten 1960er Jahren in München war es, die Rothmanns Begeisterung für das Thema Schmuck provozierte und für ihn zur lebenslangen Berufung werden ließ. Wer Gerd Rothmann heute in seiner Münchner Goldschmiedewerkstatt und seiner Wohnung erlebt, hat eventuell das Glück, mit ihm auf die Reise vom Ende der 60er Jahre mit seinen frühen, farben- frohen Broschen aus Kunststoffen und Acrylglas, bis hin zur silbernen Krone aus dem Jahr 2008 und den allerneuesten Silberarmreifen mit reliefartigen Fingern mitgenommen zu werden.

Rothmanns Wohnung in der Fraunhoferstrasse bezeugt seine Nähe und seine Vorliebe für die Kunst, sei es Musik, Malerei oder Design.
Seine Werkstatt in der Jahnstrasse ist ein Eldorado an Maschinen, Werkzeugen, Skizzen und Aufzeichnungen, Fundstücken und vorbe- reiteten Details für Ketten, Armbänder oder Broschen. Hier regiert auch das Handwerk einen gewaltigen Teil an dem mit, was Rothmanns Schmuck charakterisiert und auszeichnet: Das Spannungsfeld zwischen Kunst, Handwerk und individueller vom Menschen geprägter und mit Menschen in starke Bezie- hungen gebrachte Gestaltungskraft. Seine Körperabformungen in Gold und Silber, sein Schmuck mit den Fingerabdrücken der Auftraggeber oder naher Bezugspersonen sind zum Symbol für Rothmanns Goldschmiedekunst geworden.

Der Weg dorthin und die begleitenden Prozesse sind Gegenstand und Inhalt der Ausstellung in der Galerie Handwerk, die Gerd Rothmann zu Ehren zur Zeit der Internationalen Handwerksmesse in München gezeigt wird. Das Ausstellungskonzept und die Gestaltung der Präsentation stammen von ihm selbst, sie haben eine gezielt temporäre Auf- fassung und zeigen viele Dinge, die ihm beim Schmuckmachen wichtig sind. In dieser umfangreichsten Werkübersicht, die es jemals über ihn gab, sind sicher auch für Rothmann- Kenner und -Liebhaber Dinge zu entdecken, die man so noch nicht gesehen hat. Die Exponate stammen aus den Jahren von 1968 bis heute und zeigen alle wichtigen Werkbereiche seines Schmucks. In der Ausstellung sind auch Zweitanfertigungen von Aufträgen zu sehen. Sie dienen Rothmanns Archiv. „Affären“ ist der Titel der Ausstellung. Gerd Rothmann suchte dabei nach einem Begriff für das Sinnliche, nervös vibrierende Hin und Her von Schmuck und Person. Schmuckstücke für bestimmte Personen finden und gestalten ist seine Arbeit. Verborgene Wünsche und versteckte Sehnsüchte erspüren, oder das Bedürfnis, sich in einer anderen Ebene zu erleben, ist sein Material. Seine besten Arbeiten sind in diesem Zusammenhang entstanden. Die ästhetischen Ansprüche Rothmanns kommen aus der Auseinandersetzung mit der Kunst und den Menschen. Sie beflügeln sich gegenseitig und sind nicht voneinander zu trennen. Beide Aspekte sind für ihn in der Ideenfindung existenziell.

Gerd Rothmanns Arbeiten finden sich in über 20 öffentlichen und zahlreichen privaten Sammlungen weltweit. Er gehört zu den bekanntesten und international renommiertesten Goldschmieden, die den besonderen Ruf Münchens als Metropole des Schmucks heute verkörpern.

Opening: 24 February 2016 - 19h
Programme: Lecture by Glenn Adamson, Nanette L. Laitman Director of the Museum of Arts and Design, New York City, music by Sven-Åke Johansson
 

Hours

Tuesday, Wednesday, Friday: 10 - 18h
Thrusday: 10 - 20h
Saturday: 10 - 13h
Appreciate APPRECIATE